DREI BLICKE, EIN TRAUM
Die Reise deines Traums
Erzähl deinen Traum laut oder schreib ihn auf
Zuerst, was geschah, dann, was du gefühlt hast, dann die Atmosphäre. Wenn du magst, sprich ins Mikrofon; deine Worte werden zu Text.
Dein Traum wird gelesen…
Jeder Traum wird gelesen, bekommt ein Bild und bleibt im Archiv.
Dein Traum ist zu einem Bild geworden
Zu jedem Traum wächst ein Bild aus der Szene, die du beschrieben hast. Manchmal hält ein Bild den Teil, der sich den Worten entzieht.
Erste Lesarten
Keiner davon sagt dir, wer du bist. Jeder bietet eine Möglichkeit an; welche dich berührt, entscheidest du.
Begehren und Verdrängung
Der Faden und die Sonntage
- Der Faden verbindet die RäumeEr nimmt im Traum den Platz der sonntäglichen Verbindung ein, die beim Rezepte-Tauschen mit deiner Schwester entsteht.
- Die Laterne hält das LichtSie nimmt im Traum den Platz eines kleinen vertrauten Moments ein, der deinen Alltag freundlich zusammenhält.
- Die Birne zeigt den KorridorSie nimmt im Traum den Platz einer vertrauten gemeinsamen Tätigkeit ein, in der sich ein Weg durch mehrere Schritte zieht.
Das ist eine persönliche Lesart der Bilder, keine feste Aussage über deinen Alltag.
Archetyp und Schatten
Der Weg durch die Räume
- Das Museum verschiebt sichDer wechselnde Ort zeichnet eine Bewegung nach, in der Bekanntes immer wieder eine neue Ordnung bekommt.
- Hinter Türen wechseln HimmelDer Schritt von einem Raum zum nächsten wiederholt sich als Entdecken verschiedener Seiten eines Weges.
- Der Faden führt weiterSein Zug erinnert an kleine Handgriffe, die aus Einzelheiten eine zusammenhängende Strecke machen.
Der Traum allein sagt nicht, wo sich diese Bewegung in deinem Leben wiederholt.
Sprache und Mangel
Das Gesicht bleibt aus
- Die Birne zeigt den KorridorDer Traum lässt offen, was du in einem vertrauten Bild von dir selbst sehen würdest.
- Die Gestalt bleibt winzigDie Birne zeigt deinen Gang, aber nicht, wer diese kleine Gestalt ist.
- Die Wände summen leiseDer Traum lässt die Quelle des Summens unerzählt und gibt dir dennoch ein Gefühl von Geborgenheit.
Was der Traum auslässt, bleibt offen und muss nicht aufgelöst werden.
In deiner eigenen Tradition gelesen
Der blaue Faden führt durch wechselnde Bilder zurück an einen fruchtbaren Anfang.
Ein Museum, das sich nachts verschiebt, ist ein gutes Vorzeichen für einen Weg, der sich neu ordnet. So halten es die alten Traumdeuter: Was sich im Traum wandelt, weist auf Wandel im Kommenden. Die wechselnden Himmel über den Türen künden von wechselndem Geschick. Der blaue Faden aber hält den Traum zusammen und führt ihn zum rechten Ende.
Sprich mit deinem Traum
Du kannst alles teilen, was dir in den Sinn kommt; hier wird nicht geurteilt.
- Du kannst offen sein; deine Worte gehören nur dir.
- Was unklar bleibt, kannst du noch einmal fragen.
- Ein kleines Detail kann die Lesart vertiefen.
- Wenn es an etwas in deinem Leben anknüpft, kannst du es sagen.
Was sich mit der Zeit sammelt
Wenn sich Träume häufen, entstehen im Traumtagebuch wöchentliche und monatliche Zusammenfassungen: welche Fäden sich in diesem Zeitraum wiederholt haben, was sich verschoben hat. Die Wochenzusammenfassung braucht mindestens 3 Träume, die Monatszusammenfassung mindestens 5.
- Deine wöchentliche Reflexion
- Bereit, wenn die Woche endet
- Deine monatliche Reflexion
- Bereit, wenn der Monat endet
Deine Karte des Unbewussten
Je mehr Träume sich sammeln, desto tiefer können deine Symbol- und Gefühlskarten werden; die Verbindung zu deinem Unbewussten kann mit der Zeit sichtbarer werden.


























































































