Traum vom Fallen: was er bedeuten könnte

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Nachtblaue Hochformatkarte mit dem Titel „Traum vom Fallen: was er bedeuten könnte“ über einer sanften Spur fallender Lichter.

Der Boden gibt nach. Dein Magen sackt ab. Und oft wachst du kurz vor dem Aufprall auf.

Vom Fallen zu träumen gehört zu den Träumen, an die sich viele am lebhaftesten erinnern. Es kann sich plötzlich und sehr echt anfühlen. Doch worauf es hindeutet, ist selten bei zwei Menschen gleich. Hier gibt es keine einzige Antwort, nur ein paar Blickwinkel.

Drei Blickwinkel auf einen Traum vom Fallen

Die Seite des Wunsches und des Verdrängten. Ein Sturz kann ein Moment des Loslassens sein. Vielleicht möchte etwas, das du fest umklammerst, abgelegt werden: eine Rolle, ein Plan, ein Gefühl. Gleich neben der Angst im Traum könnte ein leiser Wunsch liegen, nicht mehr festzuhalten.

Die Seite der Symbole und der gemeinsamen Geschichten. Hinabsteigen ist ein altes Bild. In vielen Geschichten kommt der Abstieg vor der Rückkehr: Jemand geht in die Tiefe und kehrt verwandelt zurück. So gesehen könnte das Fallen eher auf eine Wende hindeuten als auf ein Ende.

Die Seite der Sprache und dessen, was fehlt. Hör auf die Alltagssprache rund ums Fallen: aus allen Wolken fallen, auf die Nase fallen, den Boden unter den Füßen verlieren, sich fallen lassen. Manchmal leiht sich ein Traum eine Wendung, mit der du gerade lebst. Welche davon kommt deinen Tagen gerade am nächsten?

Die Einzelheiten können die Deutung verändern

  • Wovon du gefallen bist. Eine Klippe, ein Gebäude, eine Treppe oder ein Nirgendwo können jeweils ein anderes Gefühl tragen.
  • Wie es endete. Sanft landen, mit einem Ruck aufwachen oder endlos fallen kann in verschiedene Richtungen weisen.
  • Wie es begann. Gestoßen werden, ausrutschen oder dich fallen lassen sind drei sehr verschiedene Geschichten.
  • Wie es sich anfühlte. Angst ist häufig, doch manche spüren Erleichterung oder sogar eine schwebende Ruhe.

Fragen, die du mitnehmen kannst

  • Was in deinem Leben scheint dir gerade zu entgleiten?
  • Gibt es etwas, das du gern loslassen würdest, wenn du dich dabei aufgehoben fühltest?
  • Was war beim Aufwachen das erste Gefühl, noch vor jedem Gedanken?

Ein einzelner Traum vom Fallen sagt für sich allein wenig. Über Wochen sagen Muster oft mehr: wann der Traum wiederkommt, was an dem Tag geschah, welches Gefühl bleibt.

Was die alte Traumdeutung sagt

In den volkstümlichen Traumbüchern, die im deutschen Sprachraum lange verbreitet waren, wird ein Sturz aus der Höhe meist als Warnung gelesen: vor einem Rückschlag, vor einem voreiligen Schritt oder davor, an Ansehen zu verlieren. Zugleich achten diese Bücher darauf, wie der Sturz endet. Wer unverletzt wieder aufsteht, dem wird oft gedeutet, dass eine Schwierigkeit ohne bleibenden Schaden vorübergeht; wer vor dem Aufprall erwacht, dem kann eine Sorge gelten, die sich nicht erfüllt.

Auch der alte Volksglaube der Bauernkalender las solche Träume eher als Mahnung zur Vorsicht denn als Unglück.

In dieser Tradition zählt das Gefühl des Traums mit: ob du voller Angst gefallen bist oder eher sanft geschwebt hast.

Den Faden aufnehmen

Dorma ist ein ruhiges Traumtagebuch für deine nächtlichen Gedanken. Halte einen Traum mit deiner Stimme oder als Text fest, lass ihn aus drei Blickwinkeln und aus der Traumtradition deiner eigenen Kultur lesen und sieh zu, wie sich mit der Zeit deine eigenen Muster abzeichnen. Kein Urteil, nur Möglichkeiten.

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